Aufgewachsen bin ich in einem traditionellen Fotoatelier- und Geschäft. Die väterliche Familie widmete sich seit 1861 der Fotographie. Das Schauen, betrachten und genießen von Werken ist mir in die Wiege gelegt worden. Mein Weg war aber nicht die Fotographie, sondern die Arbeit mit den inneren Bildern, dem Unbewußten des Menschen, aufzuspüren in der Psychotherapie.
Ich hatte nie damit gerechnet, dass ich mich für die Malerei öffnen würde. Wie kam ich zum Malen, zur Kunst? Unser Freund Ingmar Sack eröffnete das artjamming Café in Freiburg. Zu meinem 50. Geburtstag lud ich meine Gäste zum Malen ein….Meine Geschenke: die Farben und die Staffelei standen noch zwei Jahre unbenutzt zuhause bis der richtige Malkurs in der Nähe auftauchte…so startete ich bei Susanne Holzmann Mittwoch vormittags, dann kamen Malkurse bei artisttravel, in der Fabrik am See und in der Freien Kunstakademie Augsburg und online bei Painting with Fire. Bald tauchte der Wunsch nach einem eigenen Atelier auf – und welch‘ ein Geschenk – angrenzend an die Praxisräume – in der alten Zigarrenfabrik – mein Atelier – viel Raum – viele Möglichkeiten.
Ich suche die Abstraktion zum Thema Wald und Landschaft, zuerst mit Acryl, später auch Öl und inzwischen Encaustic. Die Begegnung mit der Natur berührt mich. Für mich geht es in der Kunst um die Auseinandersetzung mit dem Widerhall der Natur in mir und meinem Erleben. Nicht realistisch – das kann die Fotographie besser als ich, sondern durch mich erlebt, erfahren und zum Ausdruck gebracht. Die vielfältig erlebte Schönheit will ich ausdrücken. Mal plan, mal haptisch, farbig und lichtvoll.
Encaustic, das Malen mit heißem Wachs ist eine uralte Technik. Schon in der Antike, in Ägypten und Griechenland. Wachs wurde als Bindemittel für Pigmente genutzt. Der Begriff kommt aus dem Griechischen, abgeleitet von enkástō und bedeutet eingebrannt.
Bienenwachs gemischt mit Damarharz hat einen Schmelzpunkt von 90 Grad. Die einzelnen Schichten werden durch Hitze verbunden, entweder durch Einsatz des Bunsenbrenners oder Heißluftpistole. Ich arbeite hauptsächlich auf Holzuntergründen in vielen Schichten. Das farblose Waxmedium und die eingefärbten Wachse haben einen besonderen Reiz, die Transluzenz – Licht durchzulassen – Tiefe entsteht.
Encaustic ist sehr vielseitig- die Arbeit mit glatten Oberflächen oder mit Struktur – ganz unterschiedliche Wirkung.
Ich bin sehr fasziniert von der Vielfältigkeit dieses Mediums und genieße das Experimentieren und Spielen. Bettina Egli-Sennhauser hat meine Leidenschaft für die Encaustic geweckt und Neuanfänge stimuliert.
Ich lade Sie ein meinem Kunstweg zu folgen und die verschiedenen Galerien auf dieser Webseite zu genießen. Fotografien geben die Werke nur unzureichend wieder. Wollen Sie die Werke in Natura sehen, sind Sie in meinem Atelier herzlich willkommen.